Erfahrungsbericht mit story.one (Selfpublishing) und Thalia Storyteller Award


 




Hi friends von bookonatable! Ich gebs ja zu, ich habe eine sehr lange Bloggerpause hinter mir. Der Grund dafür ist aber kreativer Natur! Ich habe am Thalia Storyteller Award teilgenommen. Dafür muss man auf Story.one ein Buch veröffentlichen. Warum habe ich das gemacht? Ich hatte schon länger ein paar Kurzgeschichten im Kopf, die ich zusammen verwerten wollte und dieses spezielle Format auf story.one: - 3 Seiten pro Geschichte/Kapitel - schien mir dafür geeignet. Übrigens wer noch Lust und Muse hat am Wettbewerb teilzunehmen, der kann noch bis 10 März einreichen, aber Achtung eine Freundin hat mich gewarnt, nicht erst ganz zum Schluß einzureichen. In der letzten Woche sei die Seite öfters zusammengebrochen, weil alle noch einreichen wollen und die "Check Layout" Funktion dann ewig zum Laden braucht.

Meine Erfahrungen mit Story.One:

1. Wenn man die Layout-Vorgaben nicht vorher berücksichtigt, ist es saumühsam!

Ich schreibe meistens in Normseiten, so wie sie Verlage für die Manuskripteinreichung verlangen (30 Zeilen, pro Seite ca. 1500-1800 Zeichen). Story One gibt pro Geschichte/Kapitel genau 3 Seiten vor mit insgesamt nicht mehr als 3500 Zeichen, Achtung das ist wesentlich weniger als eine Normseite. Pro Kapitel bleibt eine Seite frei, die man mit einem Bild oder Zitat füllen kann. Insgesamt darf man maximal 17 Kapitel für ein Buch haben. Wenn man - so wie ich - die Geschichte vorher nieder schreibt und sie dann nachträglich versucht in dieses komplizierte Format einzufügen, wird man irre! Am Ende ist man Nächtelang damit beschäftigt, Zeilen und Wörter hin und her zu schieben, bis es passt- Dabei geht oft der Spannungsbogen und der Sprachrhythmus verloren, weil man mitten in der Geschichte das Kapitel beenden und ein neues beginnen muss. Man muss auch drei Seiten voll machen, sind es nur 2 Seiten, lässt er dich das Kapitel nicht abschließen. Es ist sicher hilfreich, sich sein Dokument vorher so zu formatieren, dass eine Einheit 3500 Zeichen hat oder ihr schreibt gleich direkt hinein.

2. Gratis ist nur der Tod!

Thalia wirbt mit 100EUR Gutscheinen in seinen Filialen, die man auf der story.one Seite einlösen kann, so zB für das Upload eines eigenen Covers oder für ein Gratisexemplar + Versand. Sprich jeder Scheiss kostet was. Mit dem Gutschein habe ich tatsächlich ein eigenes Bild hochgeladen und hätte dafür hypothetisch 40 EUR zahlen müssen, ich hab das Copyright dran und verstehe bis heute nicht warum ich das hätte zahlen müssen? Normalerweise kostet der Versand extra und das Buch 18 EUR, ab 7 Exemplaren wird es billiger. Ich hab dann für 2 Exemplare 22.50 EUR gezahlt. Die Differenz sind wohl Steuern? 

3. Eigenes Buch in Händen!

Hin und Her, wenn man dann das eigene Buch in Händen hält, ist es schon ein schönes Gefühl auch wenn Story.one draufsteht. Ehrlicherweise bekommt man das beim Buchbinder nicht so billig (aber natürlich nicht in der Qualität) , aber dafür kann man sich Formatmäßig auch nicht kreativ austoben.

4. Fazit: Ob ich es nochmal machen würde?

 Also was mich definitiv nicht catcht, sind diese konkreten formalen Vorgaben, da fühl ich mich kreativ beeinträchtigt. Es macht nur Sinn direkt in das Format reinzuschreiben und wenn einem dieses kurze knappe liegt, dann ist es supereinfach zu bedienen und sehr unkompliziert. Natürlich muss man wie beim Selfpublishing immer, selbst das Marketing übernehmen und überall Werbung machen, aber wenn es nur darum geht, seinen eigenen Gedichtband in Händen zu halten oder zu Verschenken, dann find ichs nicht schlecht. 

Diese Posts könnten dir gefallen:

Keine Kommentare:

Kommentar veröffentlichen