Buchrezension: Der Pakt der Krähen von Brigitte Jünger (2023)


 


Oke lebt in einer Hochhaussiedlung und kämpft mit einem persönlichen Verlust, da begegnet ihm der selbstbewusste Zachy, der immer einen Plan zu haben scheint. Zachy überredet ihn, eine Bande zu gründen die dem einsamen Jungen zunächst Halt und Gemeinschaftsgefühl gibt. Mit kleinen Gefälligkeiten verschafft sich die Bande, die sich selbst die Crows nennen, Zugang zu den Bewohnern der Siedlung und ein wenig Taschengeld, doch dann passiert etwas Unvorhergesehenes: Zachy sperrt Oke gegen seinen Willen in einen verlassenen Bunker im Wald ein und der Leser erfährt erst zum Schluss des Buches, warum. Das Ende birgt so manche Überraschung. 

Das Buch Der Pakt der Krähen der deutschen Autorin Brigitte Jünger, erschienen 2023 bei Jungbrunnen, ist nichts für schwache Nerven, sondern etwas für toughe Kids ab 14. Der:die Leser:in erhält atmosphärisch dichte Einblicke in die teils prekären Verhältnisse der Jugendlichen in den oft in Deutschland verwahrlosten Plattenbauten am Rande einer anonymen Großstadt, aber mit einem positiven Ausblick auf die Zukunft. Das Buch saugt einen förmlich in die Geschichte hinein und lässt den:die Leser:in erst wieder zum Schluß los. Packend und sehr gut geschrieben. Kann ich mir hervorragend als Schulbuch vorstellen, aber keine leichte Kost.

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